News, Trends & Online Marketing Blog

Den nachfolgenden Beitrag haben wir am 15. März 2013 veröffentlicht, er gewinnt heute noch wesentlich mehr an Bedeutung in Zusammenhang mit einem derzeit durch die Medien publizierten Skandal einer österreichischen „Online PR Agentur“, die laut Berichten mit gekauften Postings Meinungsmache für Unternehmen versuchte:

In einem kürzlichen Artikel haben wir bereits über den Einfluss der Reputation auf den Unternehmensumsatz berichtet sowie über das Ergebnis einer diesbezüglichen Studie, die zu dem Schluss kann, dass mindestens 22% des Umsatzes von der Reputation abhängen. Unser damaliges Fazit in Bezug auf die Online-Reputation war, dass diese einen noch wesentlich größeren Einfluss auf den Umsatz hat (siehe Einfluss der Reputation auf Unternehmensumsatz).

Eine weitere Entwicklung, mit welcher wir uns bei unserer Arbeit seit längerem beschäftigen, ist die Wichtigkeit von Online-Reviews über Unternehmen oder Projekte. So ergab z.B. eine kürzliche Studie von weber shandwick, dass Online-Reviews bzw. Bewertungen von Unternehmen nicht weniger als 83% der Verbraucher in deren Wahrnehmung – positiv oder negativ – beeinflussen.

Trifft dies grundsätzlich auf jedes Unternehmen oder Projekt zu, so ergab die Befragung, dass vor allem positive Online-Bewertungen für Ärzte, Rechtsanwälte, Kleinunternehmer, Wirtschaftsprüfer, Berater, Investment-Experten, Unternehmen der Reisebranche, Bauunternehmer, Restaurants, und Unternehmen im medizinischen Bereich von entscheidender Bedeutung sind. Der Grund liegt darin, dass viele Verbraucher einfach abhängig von Erfahrungsberichten anderer sind, um Produkte und/oder Dienstleistungen einzuschätzen.

Missbrauch durch gefakte Bewertungen

Einige Unternehmen sind sich obiger Tatsachen durchaus bewusst, was wiederum Tür und Tor für „Neue Wege“ öffnet, das eigene Unternehmen oder Projekt durch Online-Bewertungen im positiven Licht dastehen zu lassen. Die Palette an unseriösen Aktivitäten reicht hier von eigenen gefakten Bewertungen bis zu gekauften Reviews durch unseriöse Online-Agenturen, die für Kunden solche durchführen.

„Positive“ und Negative Fake-Reviews

Falsche positive Berichte oder Bewertungen werden aber nicht nur über das eigene Unternehmen durchgeführt. Nicht selten bewerten Unternehmer Mitbewerber mit negativen Berichten oder lassen solche durch unseriöse Dienstleister durchführen. Bei unserer Arbeit im Online Reputation Management sind wir seit Jahren regelmäßig mit solchen Methoden konfrontiert und konnten auch in Zusammenarbeit mit Anwälten gefakte Berichte nachweisen (meist werden solche unprofessionell durchgeführt und können daher zurückverfolgt werden).

Fake bleibt Fake

Eine andere Möglichkeit, solche Methoden zu bezeichnen: Betrug am Kunden und Interessenten. Es erübrigt sich eigentlich zu sagen, dass solche Methoden nicht nur unehrlich sind und Unternehmer, die sich solcher bedienen, den eigenen Konsumenten bzw. Interessenten schlicht für doof verkaufen.

Und trotzdem lassen sich Unternehmen jeglicher Größen immer wieder auf derartige Methoden ein, ohne die möglichen negativen Auswirkungen abzuschätzen. Die Folge: Derartige Maßnahmen gehen nicht selten nach hinten los und verschlimmern die Situation von Unternehmen dramatisch oder führen gar zu einem massiven Verkaufseinbruch.

Vertrauen schaffen durch effizientes Online-Marketing

Positive Bewertungen sind, wie auch die obige zitierte Studie beweist, für die Reputation von Unternehmen oder Projekten von maßgeblichem Vorteil. Und auch wenn die Verlockung groß scheint: Lassen Sie sich auf keinen Fall auf gefälschte Bewertungen und Berichte ein, auch wenn diese mittlerweile von Online-Agenturen angeboten werden.

Der erste und wesentliche Schritt besteht immer in einer gründlichen Analyse, egal ob als Ausgangsbasis negative Online-Reviews vorliegen oder man die Reputation durch positive Berichte stärken möchte. Positives und seriöses Online-Marketing bzw. Online Reputation Management verzichtet gänzlich auf solche Methoden, selbst wenn ein Unternehmen durch Mitbewerber in Misskredit gebracht wurde.

Der Grund für den Verzicht von gefakten Reviews und Bewertungen liegt einfach darin, dass Verbraucher Ehrlichkeit schätzen und die Reputation eines Unternehmens nicht zwingend negativ bewerten, selbst wenn es vereinzelt Probleme gab. Ehrlichkeit schafft Vertrauen, Vertrauen schafft zufriedene Verbraucher, die auch bereit sind, darüber zu berichten.
Positive Bewertungen sind wichtig und es spricht nichts dagegen, durch entsprechende seriöse Marketing-Maßnahmen diese zu fördern. Machen Sie jedoch nicht den Fehler, Verbraucher für dumm zu verkaufen.

Online Reputation Management mit Böck & Partner

15.03.2013